Gott und die Feuerwehren haben immer Rufbereitschaft

Eindrucksvolle Predigt beim Jubiläum zum 150jährigen Bestehen der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall

Bericht: Maria Horn, erschienen im Reichenhaller Tagblatt am 07.09.2015

Bad Reichenhall. In festlichem Rahmen wurde am Sonntag der Gottesdienst zum 150jährigen Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Bad Reichenhall abgehalten. Der Altarraum im Münster St. Zeno war mit großen Blumenbouquets beschmückt, die Fahnenabordnungen der teilnehmenden Vereine hatten sich im Presbyterium postiert und die Musikkapelle Marzoll sorgte für die feierliche musikalische Gestaltung der Messe. Doch nicht nur die äußeren Rahmenbedingungen waren eindrucksvoll, Militärpfarrer Andreas Vogelmeier hielt eine Predigt, die es nicht alle Tage zu hören gibt. Denn er hatte seine Ansprache sehr persönlich auf das Feuerwehrwesen ausgerichtet.

„Gott und die Feuerwehren haben eines gemeinsam“ stieg der Priester in seine Ansprache ein. „Denn sie haben Dauerbereitschaft. Die Feuerwehr ist immer unter der Telefonnummer 112 zu erreichen, Gott ist immer mit einem Gebet zu erreichen“. Schon mit dem Einstieg in die Predigt zog der Priester, der selbst Mitglied der Feuerwehr ist, die Aufmerksamkeit der Zuhörer auf sich. Die Menschen wenden sich sowohl mit kleineren als auch großen Nöten an die Feuerwehr, in großer Not wird oftmals auch Gott angerufen. „Beide arbeiten jedoch weit mehr als wahrgenommen wird. Das sei nur vielen Menschen nicht bewusst“, fand Andreas Vogelmeier weitere Parallelen. Gott hat das Leben seines Sohnes für die Menschheit hingegeben, auch manches Feuerwehrmitglied habe sein Leben im Dienst am Nächsten lassen müssen, griff der Seelsorger eine weitere Gemeinsamkeit auf. Pfarrer Vogelmeier brachte dann Beispiele aus seiner persönlichen Erfahrung. Im Auslandseinsatz in Afghanistan habe er in der Kompanie erlebt, welche Gewichtung die Worte  „Kameradschaft“ und „Gemeinschaft“ haben. „Das heißt Angst, Hitze, Rauch zu erleben und im Einsatz alles miteinander zu teilen. Miteinander zu schützen, zu bergen, zu schimpfen und zu ertragen“. Dazu spannte der Militärpfarrer den Bogen weiter hin zum Bereich der Familie. Der Rückhalt aus dem persönlichen, privaten Bereich sei unverzichtbar. „Jeder Mensch braucht Menschen, wo er sich nicht verstellen muss und so sein kann wie er ist“, wandte sich Vogelmeier einem wesentlichen gesellschaftlichen Faktor zu. „Jede Einsatzkraft braucht eine Familie an der Seite, die alles mittragen kann.“ Doch jetzt sei auch wieder Gott gefragt, denn er bildet das „Licht am Ende des Tunnels“ wenn es scheinbar keinen Ausweg mehr gibt. Pfarrer Vogelmeier weiter: „Drei wesentliche Faktoren prägen das funktionierende Feuerwehrwesen: das Vertrauen in die Stadt wenn es um die Ausrüstung geht, das Vertrauen in die Familie wenn Rückhalt gefragt ist und das Vertrauen auf Gott, der Zuversicht schenkt.“ Der Priester stellte in seiner Predigt außerdem heraus, dass das beachtliche Jubiläum des 150jährigen Bestehens aller Ehren wert sei und es verdiene, groß zu feiern. Aus diesem Anlass hatte die Reichenhaller Wehr auch selbst an mehreren Tagen im vergangenen Jahr in der Steiermark Weintrauen gelesen und einen Festwein keltern lassen. Dieser wurde beim Festgottesdienst sogar als Messwein verwendet.

 

Am Ende des Gottesdienstes segnete Pfarrer Eugen Strasser-Langenfeld das Fahnenband des Patenvereins, rechts daneben Pfarrer Andreas Vogelmeier, der mit einer sehr persönlichen Predigt den „Nerv“ des Feuerwehrwesens traf.

 

 

 

 



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